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FellwechselFellwechsel

Für jede Jahreszeit das passende Gewand - der Fellwechsel bei Pferden. Wenn die Tage im Frühjahr länger werden, beginnt bei Pferden der Fellwechsel. Das dicke Winterfell wird nach und nach abgestoßen, das feinere und kürzere Sommerfell kommt zum Vorschein. Im Herbst wird das Fell wieder länger, die Deckhhaare werden dicker und länger und es bildet sich ein kuscheliges, wärmendes Unterfell. Das dünne Sommerfell wird ebenfalls abgestoßen, da es aber so viel dünner ist, macht es sich in der Bürste weniger bemerkbar als das dichte Winterfell.
Der Fellwechsel ist für den Organismus des Pferdes eine große Belastung, der Energiebedarf ist erhöht und das Immunsystem geschwächt. Gerade ältere oder empfindliche Pferde können in dieser Zeit leichter an Viren oder Bakterien erkranken. Doch auch gesunde Pferde freuen sich über Unterstützung während dieser anstrengenden Zeit.

Von außen hilft tägliches, ausführliches Bürsten, um die Haare möglichst schnell zu entfernen. Die meisten Pferde genießen das Putzen in dieser Zeit besonders, die Bindung zwischen Pferd und Reiter wird ganz nebenbei noch gefestigt.
Welche Bürste die beste ist, darüber gibt es viele Meinungen. Die normalen Bürsten reichen während des Fellwechsels meist nicht aus, oft werden Metallstriegel mit längeren Zacken verwendet. Diese gibt es zum Beispiel mit mehreren hintereinanderliegenden Zackenreihen (wird oft als Kuhstriegel bezeichnet) oder als Zackenstriegel, der aus mehreren ineinander liegenden, runden Zackenreihen besteht und etwas flexibler ist.
Pferde mit eher dünnem Fell und empfindliche Pferden können diese Striegel als zu hart empfinden, alternativ sind Gummistriegel geeignet. Auch im Kopf- und Beinbereich hat Metall nichts zu suchen, mit kleineren Gumminoppenstriegeln kann man hier besonders gut arbeiten.

Eine ausgewogene Ernährung ist während des Fellwechsels wichtig, um das Immunsystem zu stärken und den Körper bei der Haarbildung unterstützen. Die Gabe eines Ergänzungsfutters kann besonders bei älteren Pferden sinnvoll sein, um eine ausreichende Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen zu gewährleisten.
Hochwertige Öle, wie Leinöl oder Schwarzkümmelöl fördern das gesunde Haarwachstum und die Gesundheit der Haut. Sie liefern außerdem wichtige Kalorien.
Stoffwechselanregende Kräuter wirken ebenfalls unterstützend und können kurweise gegeben werden. Geeignet sind hier zum Beispiel Brennnessel, Löwenzahn oder Ackerschachtelhalm, die im Frühjahr auch selbst gesammelt und getrocknet werden können. Die Kräuter sollten nicht an stark befahrenen Straßen oder direkt an Ackerflächen gesammelt werden.