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Ankaufsuntersuchung

Vor dem Kauf eines Pferdes sollten Sie einen TÜV oder eine Ankaufsuntersuchung durchführen lassen um den Gesundheitszustand des Pferdes genau festzustellen. Es wird unterschieden zwischen dem "Kleinen Tüv" und dem "Großen Tüv".

Der "Kleine Tüv" gehört zur Standartuntersuchung, bei dem der Allgemeinzustand, PAT-Werte ( Puls, Atmung, Temperatur), Haut, Fell und das abhören von Herz und Lunge gehören. Das Pferd wird in Ruhe, während und nach Belastung untersucht.

In Ruhe wird vom Tierarzt Atmungssystem, Nervensystem, Augen, Herz, Maul und Kot kontrolliert, Beine und der Rücken werden abgetastet. Unter Belastung soll das Pferd auf gerader Strecke und engen Wendungen vorgetrabt werden und es wird noch eine Beugeprobe durchgeführt, wodurch sich zeigt, ob das Pferd sich wirklich schmerzfrei Bewegt. Nach der Belastung werden nochmal die PAT-Werte kontrolliert. Husten, Ausfluss und Lahmheiten werden schriftlich festgehalten.

Beim "Großen Tüv" wird die Standarduntersuchung genauso durchgeführt, nur hinzu kommen noch Röntgenaufnahmen von den Beinen, Huf, Fessel, Sprunggelenke eventl. noch Knie und Dornfortsätze. Endoskopische Untersuchungen, Ultraschall-Untersuchungen und Samenproben können auch durchgeführt werden.

Die Kosten für die Standarduntersuchung werden in den meisten Fällen von dem Verkäufer übernommen und alle weiteren Untersuchungen zahlt der Käufer, ist aber Verhandlungssache. So eine Ankaufsuntersuchung kann zwischen 100 - 1000 Euro kosten.